nervous in the kitchen

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die friseurInnen schneiden meine haare nie zu meiner zufriedenheit. then again: ich wei? ja auch nicht, was ich ?berhaupt will.

alle h?ren und m?gen nouvelle vague.

in meinem zimmer stapelt sich alles. ab wann ist man ein messie?

was macht man gegen kleidermotten?

was macht man mit papieren, die man behalten will, die man aber nirgendwo einordnen kann?

es ist nervig, jede woche zu viele feste abendtermine zu haben.

ich suche noch geburtstagsgeschenke f?r freunde.

ich suche noch einen pr?fer f?r staatsexamen philosophie, der kein naturwissenschaftler ist.

2.2.05 16:06


check it out for nonsense (antifolk):
http://www.rathergood.com/moon_song/
17.10.04 23:49


kinder bekommen - keine kinder bekommen.
die mercedes-benz-reklame f?r diesen kleinwagen erfreut sich h?chster beliebtheit, wie ich aus informierten kreisen h?rte.

alle bekommen kinder. ich k?nnte mir das ja inzwischen auch vorstellen, w?ren da nicht...

die eine will ihr kind taufen lassen, obwohl sie feministin ist und linksradikale (war).
die andere ist auch feministisch aber machte sich dann sorgen um ihre mutterrolle, weil sie nicht stillen konnte.
alle m?ssen sich gegen ihre raumgreifenden eigenen eltern zur wehr setzen, die den jungen familien keinerlei privatsph?re g?nnen wollen.

und, wie ?blich bleiben die alten besucherInnen, die versprochen hatten regelm??ig vorbeizukommen dann am ende doch aus. man wei? ja selbst nicht, ob man st?rt (oder so). mentiras!
fakt ist doch das frische eltern in ungef?hr 80% der f?lle langweilige gespr?chspartnerInnen sind. (von den ?brigen 20% bin ich begeistert, da sie nur bis zu 60% der gespr?chszeit ?ber das kind reden - das sage ich ganz unironisch).
15.10.04 18:22


ich habe festgestellt, dass ich von leuten, die j?nger als ich sind ein gr??eres ausma? an infragestellung erwarte als von mir gleichaltrigen.
es geht hier um zwei junge damen, die nahezu zum ersten mal berlin besuchen und von denen ich das gef?hl bekomme, dass sie?
ok: was kann man von 22-j?hrigen an der uni erwarten? fr?her habe ich doch auch keine gesellschaftskritischen ?u?erungen als normal angenommen. aber irgendwie ist es doch so: sie sind jung, es gibt ?konomische ressourcen im hintergrund, sie k?nnen reisen und sie reisen. die eltern sind middle-class und auf f?rderung aus. (vielleicht ist das problem ja, dass sie ein wenig der typ ?meine mutter ist auch meine beste freundin? sind).

was treibt solche personen dazu, das gegebene einfach als unumst??lich gegeben anzunehmen? schon jetzt gerne zu salsa-musik tanzen zu gehen und generell ?u?erst mainstreamig daherzureden? derma?en naiv zu sein? vielleicht: alles.

und ich gebe gerne zu, dass dies ein ressentimentgeladener eintragstext ist, in dem meine eigene agenda verborgen bleibt. aber bei meiner arbeit habe ich zu tun mit intelligenten, infragestellenden und street- sowie booksmarten leuten des gleichen alters. man kann da doch was erwarten?
kennt ihr die situation: sozialkundeunterricht, oberstufe: der lehrer ist ein mittlerer sozialdemokrat, 50 jahre alt. er ist der linkeste und liberalste der 13 anwesenden personen im raum. que disastre!
18.9.04 01:23


taugt die romantische zweierbeziehung dazu, als letztes bollwerk der emanzipation gegen die durchwertung der welt in stellung gebracht zu werden?

als wir klein waren, dachten viele von uns, dass kommunismus und liebe eigentlich so ungef?hr das gleiche sein m?ssten. im verlauf der linken sozialisation erschien das konzept der rzb (romantische zweierbeziehung) und der ?liebe? dann vielen als sowohl einengend als auch ideologisch, schafft es doch einen scheinbar ?privaten? raum, in dem menschen als individuen wahrgenommen werden, die sonst nur arbeitskraftbeh?lter sein d?rfen. gleichzeitig erschien liebe als ein feld, dass die bestehenden verh?ltnisse transzendiert, indem sie sich nicht der herrschaft der zweckrationalit?t ohne weiteres unterwirft.

seit den diskussionen zwischen herbert marcuse und dem jungen erich fromm streiten die an gesellschaftlicher emanzipation interessierten darum, ob an dem konzept liebe nicht doch ein funken widerstandspotential vorhanden ist.

adorno wandte sich seinerzeit in minima moralia jedenfalls gegen die vorstellung, dass ein promiskes leben in irgendeiner emanzipierter sei, spiegele es doch konsumentscheidungen der k?ufer in der warenwelt. (mm: aphorismus 110, ?constanze?, seite226) die weiberr?te im sds argumentierten, dass die sexuelle lebensformen der 60er vielfach eher den interessen bindungsunf?higer linker eminenzen entspr?che denn den w?nschen von frauen.

inzwischen tauchen in beziehungen heute ?hnliche symptome wie an arbeitspl?tzen auf, es muss ?beziehungsarbeit? verrichtet werden. laut umfragen leisten leute ?berstunden, manchmal nicht aus betriebstechnischen gr?nden, sondern weil sie den anforderungen der rzb entfliehen wollen. k?nnen untreue partner gar als saboteure einer der festen des kapitalismus betrachtet werden?

no easy answers. jedenfalls gibt es keine gesellschaftliche emanzipation durch "freificken", durch viel sex. vielmehr muss die kategorie sex in ihrer gemachtheit reflektiert werden. jedenfalls gibt es keine "freie liebe" in einer von ?konomischen zw?ngen und "rationalen" notwendigkeiten durchzogenen gesellschaft.

mehr dazu unter http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ci/nf/108/20.html
12.8.04 23:32


m?de aber gl?cklich. gestern war ich bei einem hoffest im ?tuntenhaus? auf der kastanienallee. es gab eine art tuntenrevue und alles war glamor?s dekoriert, mas o menos.

am eingang gab es kleine quadratische rote zettelchen mit einem stempel drauf, der einen mund zeigte. die organisatoren erkl?rten dann, dass das eine knutschkarte ist. man kann sie jemanden geben, den man k?ssen m?chte. wenn ersie sie annimmt, bedeutet das ein ?ja?.

nachdem ich mit freunden herumstand, mir aber jene frau zweimal zugel?chelt hatte beschloss ich sie anzusprechen. sie war ?brigens wirklich ganz au?ergew?hnlich h?bsch. wir redeten eine weile und ich h?rte langsam auf zu stottern. nach etwa f?nf bis zehn minuten reichte ich ihr dann die karte, die sie auch nahm.

sie hatte aber die bedeutung der karte nicht mitgeschnitten, denn sie wohnte als zwischenmieterin sowieso in jenem haus, war also gar nicht am eingang vorbeigekommen. verlegen erkl?rte ich ihr also, was es damit auf sich hatte. wir knutschten und es war wunderbar.
18.7.04 13:55


ich schwanke hier meistens zwischen opti- und pessi. granada ist kulturell interessant, gross genug, architektonisch divers und mit einem relaxten gefuehl.

zum anderen sind die sprachschuelerInnen, mit denen ich so zu tun habe jung, unzuverlaessig, sozial teilinkompetent.

wenn man kein spanisch spricht (in einer kneipe, in einem moment) kann es leicht sein, dass man uebers ohr gehauen wird mit den preisen, wechselgeld, etc. jetzt im sommer gibt es zu viele touristen. die sprachschuelerInnen auf der strasse sprechen oft (american) englisch miteinander und unterhalten sich ueber die privatissimisten probleme. ist ziemlich unterhaltsam, aber es scheint, als wuerde granada immer mehr zur spielwiese der reichen und uebermaessig gebraeunten. vielleicht fuehle ich mich auch nur ein wenig zu alt.

in madrid hatte ich ein anderes gefuehl. mag sein, dass man als nicht-madrile?o auch nicht immer gleich behandelt wird. aber es laufen vergleichsweise weniger touris herum, so dass in kneipen eher davon ausgegangen wird, dass man da auch wohnt/arbeitet, selbst wenn man nicht perfekt spanisch spricht. die metropole als gleichmacherin...
17.6.04 13:52


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